Raumordnung

Nahversorgung Billa

 

Die Firma REWE plant in Deutsch-Wagram einen neuen Standort für den ansässigen BILLA, neben der B8 auf dem ehemaligen Vogl-Schwarz Betriebsgelände. Gespräche zwischen der Firma REWE und dem Bürgermeister von Deutsch-Wagram sind am Laufen.

Bürgermeister Quirgst scheint aus der Entwicklung von anderen Gemeinden nicht zu lernen. In vielen Orten von Niederösterreich stirbt das Stadtzentrum da alle Geschäfte an die Peripherie ziehen. Dies ermöglicht zum Großteil nur mehr Einkäufe mit dem Auto.

!wir werden dieser Entwicklung nicht untätig zusehen. !wir sind für die Erhaltung des BILLA-Standortes in der Bahnhofstraße, damit auch weiterhin die Nahversorgung für die älteren Menschen und Personen ohne PKW gewährleistet ist.

Das „Stadtzentrum“ von Deutsch-Wagram stirbt aus und mit so einer Vorgangsweise wird das noch weiter unterstützt.

Außerdem ist die Auswahl des Standortes unverständlich. Auf dieser Seite von Deutsch-Wagram gibt es kaum einen Zuzug im Gegensatz zum Lindenhof.

!wir werden uns dafür einsetzen, dass der BILLA-Standort Bahnhofstraße aufrecht bleibt und keine Zustimmung zu einer Absiedlung von einem der letzten Nahversorger im Zentrum von Deutsch-Wagram geben.

  1. Sehr geehrtes !wir Team!
    Offensichtlich ist ihnen entgangen, dass es gar kein Stadtzentrum in Deutsch-Wagram mehr gibt welches schützenswert wäre. Hat Irgendjemand beim vorletzten Geschäft aufgeschrien, oder dem davor? Der Abwanderung geht bereits eine lange Entwicklung voraus, welche schon vor Jahren hätte verhindert werden müssen. Ein zentraler Gewerbepark, wie er bereits bei der Ortsausfahrt Richtung Strasshof entstanden ist, bietet einen lukrativeren Standort als ein kleines Geschäftslokal ohne Parkplätze. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch der REWE-Konzern einen gewinnbringenderen Standort sucht. Die Abwanderung des Billa’s ist bereits beschlossene Sache. Ein verlustbringendes Geschäft kann man auf lange Sicht auch in so einem großen Konzern nicht mittragen.
    Wir können aber froh sein, dass uns dieses Geschäft erhalten bleibt und ein anderer Standort gefunden wurde, und damit eine möglichst große Vielfalt an Geschäften in unserer kleinen Stadt erhalten bleibt. Die Verhinderung des Neubaus könnte den endgültigen Verlust des Billa’s für Deutsch-Wagram bedeuten.
    Ihre Unverständlichkeit zum gewählten Standort zeigt abermals die wirtschaftliche Unkenntnis ihrerseits. Eine derart stark befahrene Straße wie sie die B8 darstellt ist kaum mit einer anderen in unserer Gegend zu vergleichen. Die Möglichkeit als quasi „Aushängeschild“ vor den Toren Deutsch-Wagrams zu stehen müsste jedem vernünftig denkenden Menschen einleuchten. Offenbar gibt es in dieser Beziehung noch einiges nachzuholen für !wir.
    Sie sollten in Zukunft besser nachrecherchieren und nicht eine Hetzjagd mit absurden und völlig haltlosen Argumenten veranstalten. Jede Münze hat zwei Seiten: die positiven Auswirkungen sind bei diesem Vorhaben eindeutig die gewichtigeren und die Vorteile für alle Mitbürger unserer Stadt sind nicht von der Hand zu weisen.

  2. Sehr geehrter Herr Markus 26!

    Sie haben recht, dass das Sterben des Stadtzentrums bereits seit Jahren vor sich geht. Ist das jedoch ein Grund aufzuhören darum zu kämpfen. !wir sind nicht für den REWE Konzern da sondern für die BürgerInnen von Deutsch-Wagram. Und in dieser Funktion werden !wir versuchen den Standort Bahnhofstraße für die Bewohner dieses Viertels zu erhalten.

    Die Frage wie viele große Einkaufsmärkte eine Stadt wie Deutsch-Wagram benötigt muss jeder für sich beantworten. Meine persönliche Meinung ist, dass wir mit einem großen Merkur, Hofer, Lidl, Spar sowie dem Zielpunkt und dem derzeitigen Billa sehr gut versorgt sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    GRin Claudia Lauppert

  3. In Deutsch Wagram selber ist die Nahversorung mittlerweile ja nicht zum Verachten. Auch wenn natürlich nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können. Ein Fressnapf wäre nämlich auch eine gute Idee, weil hierfür muss man nach wie vor nach Gänserndorf oder Wien und somit geht man auch dort gleich einkaufen. Sofern man ein Auto hat.

    Die Menschen, die am Lindenhof/Helmahof wohnen, die sind und bleiben ohnedies die Dummen. Ja, man könnte weg ziehen, doch wohin, weil mittlerweile leider Wohnungen zu teuer wurden um einfach so mal umzuziehen.

    Es wird gebaut und gebaut. Einzelhausanlagen, Familienhäuser (die es noch wagen selber zu bauen), Wohnhausanlagen mit sehr vielen Wohnungen.

    Nahversorgung? Nur ein Spar – aus und finito sonst. Somit ist man gezwungen, gerade wenn man nicht mobil ist, diesen zu besuchen. Fleisch esse ich seit Wochen nicht mehr, ich meldete das auch einmal der Zentrale, doch es tat dem nicht ab. Egal. Die Meisten kaufen ihre Kleinigkeiten, dafür ist er ausreichend, weil hier ohnedies jeder ein Auto haben muss.

    Nur diejenigen, die sich keines mehr leisten können, die bleiben über. Man braucht wem, der Einem mit nimmt zum Einkauf. Man ist angewiesen entweder 20 Minuten zur S-Bahn zu gehen, wobei mit vollen Einkaufssack 20 Minuten keinen Spaß machen. Oder bei Gewitter oder eisiger Kälte oder 30 Grad, denn Schatten gibt es dort nicht wirklich am Weg.

    Ein Sammeltaxi, das zumindest eine Lösung wäre, kommt nicht für die Gemeinde in Frage. Ein kleiner Citybus schon gar nicht, weil man hat doch eh ein Fahrzeug oder Rad bzw. gibt es den Richard.

    Wer auf diesen angewiesen ist, dem wünscht man viel Spaß. Zum Helmahof fährt er von Deutsch Wagram um 14 Uhr, 17.30 Uhr. Dazwischen niente.
    Nach Gänserndorf vom Lindenhof 9.59 Uhr, um 8 herum glaube ich und das war es dann schon.
    Von Gänserndorf am Lindenhof kurz vor 12 Uhr, 17 Uhr herum.

    Fährt man also um 9.59 nach Gänserndorf, ist man dort um ca. 10.30 Uhr. Hat dann schnell 1,5 Stunden Zeit. Ok das ist eine Lösung, dagegen sagt man nichts. Doch was ist wenn man eben um die Zeit nicht kann, weil man zu arbeiten hat? Sondern wirklich erst ab Mittag? Dann heißt es wieder zum Spar.

    Mit Hundefutter, Katzenfutter, Getränken macht es auch keinen Spaß, selbst wenn man in Wien arbeitet. Ich musste Züge fahren lassen und auf einen warten, bei dem es keine Stufen gibt. In Deutsch Wagram half mir dann eine ältere Dame die Stiegen hinunter, weil das Wagerl mit der Schrägung überhaupt nicht klar kam. Wagerl zu schmal, daher ständig abgerutscht, daher wäre das Wagerl hin gewesen.

    Und dann, dann passiert es, weil die Züge verspätet sind und nicht nur einmal, sondern durch gehend, das der Bus um 16.30 Uhr auch weg ist, wobei der beim Spar stehen bleibt und man erst recht einiges zu Fuss gehen darf bis zum Lindenhof.

    Hier wäre auch mal die Idee sicher wert zu überlegen, ob der Bus nicht Ecke Bauernfeld Gasse auch eine Station haben könnte (495 betreffend).

    Je mehr hier zu gebaut wird, umso weniger interessiert es irgendwem wie die Versorgung ist. Man nimmt lieber in Kauf, das zig Autos brav bis Wagram fahren, man regt sich über Abgase und Raser auf. Alleine beim Bahnhof kann man zählen wie viele Autos einen Menschen abholen. Hier wäre schon wieder die Idee Citybus? Also das Höchste war 24 Autos an einem Freitag. Im Durchschnitt sind es 13 Autos. Pro Zug!!!!

    Wobei da welche dazu kommen die von den umliegenden Gemeinden sind, trotzdem Wagram bezogen, sind es noch immer genug. Gäbe es eine vernünftige Alternativlösung, würden auch die Autos weniger verbrauchen, denn Kurzstrecken kosten weitaus mehr, als wenn man längere Strecke fährt. Kaltstarts im Winter und kaltes abstellen am Bahnhof. Toll für den Motor. Und für die Umwelt.

    Aber wie auch immer, es wird sich nichts ändern, denn wem interessierts, wie die Leute am Lindenhof/Helmahof zu ihren Sachen kommen. Wem interessierts, das sie „teuer“ einkaufen MÜSSEN……..Niemanden.
    Dafür fahren die Richard Busse übrigens doch ziemlich leer durch die Gegend. Was kein Wunder ist, denn sie fahren um Zeiten, da kann niemand einfach so mal 2 Stunden spazieren fahren. Insgesamt Fahrzeit, Einkaufszeit, Wartezeit.

    Vorne bei der S-Bahn Station wäre auch sicher ein kleines EKZ nicht zu verachten. Und nein, es würde Wagram nichts weg nehmen,weil dort hin kommen die Nachbarortschaften. Es wären auch mal wieder ein paar Arbeitsplätze geschaffen und zur S-Bahn brauct man zwar auch etwas mobiles, aber es wäre eine absolute Erleichterung für diejenigen ohne Auto. Und ohne S-Bahn, denn mit schwerem Einkaufswagerl kommt man nicht über die Stufen in die S-Bahn oder heraus. Eigene Erfahrung und die wünsche ich niemanden mehr.
    Eine Trafik und eine Apotheke und vieles wäre schon wieder lebenswert. Dann würde auch die wachsende Wohnsituation auch gerechtfertigt sein.

    Strasshof hat ja auch niemanden etwas weg genommen, wobei deren kleines EKZ absolut genial ist mit dem Billa, Bipa usw.

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