Gemeindestraßen

NÖN: Rebellion gegen neue Einbahn

!wir stellen in diesem Zusammenhang folgende Fragen an die absolut regierende ÖVP:

* Warum wurde – vor rund einem Jahr – diese Ampelregelung überhaupt umgebaut ?

Quelle: ÖVP Homepage September 2009: Vom 14.9.09 bis 13.11.09 wird die Ampelanlage im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße – B8 umgebaut, um für einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen. Schon lange war es ein Problem, im dichten Berufsverkehr aus der Bahnhofstraße oder der Dr. Theodor-Körner-Gasse auf die B8 aufzufahren – nun werden Sensoren eingebaut, die die Ampelanlage bei Bedarf auf rot schalten. Während des Umbaus wird die B8 in diesem Bereich zeitweise von 8m auf 5m Breite reduziert.

* Warum gab es zu dieser neuen Verkehrsregelung – seitens der ÖVP – überhaupt keine Info an die Bevölkerung ?

Leider ist diese Vorgehensweise kein Einzelfall !!!

!wir berichteten zum Thema „Beitritt Tourismusverband“ – zuerst tritt man die Flucht nach vorne an, dann beginnt der Nachdenkprozess und im Anschluss wird die Entscheidung revidiert!

Und das alles auf Kosten der Steuerzahler – Danke Herr Bürgermeister!

DEUTSCH-WAGRAM / Die Nerven der Bewohner im Grätzl rund um das Volkshaus liegen blank. Grund dafür ist die neue Einbahn in der Theodor-Körner-Gasse. Die Einbahnregelung führt von der Hauptstraße in Richtung Roseggergasse und endet bei dieser nach etwa 30 Metern.

Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten für die Bewohner, mit ihren Fahrzeugen auf die Hauptstraße zu gelangen: Eine ist, von der Theodor-Körner-Gasse kommend nach links in die Roseggergasse einzubiegen und dann von „Am Wagram“ auf die Hauptstraße zu fahren. Dies ist laut den Beschwerdeführern nur in Richtung Gänserndorf zielführend, in der Hauptverkehrszeit ist es aufgrund der Verkehrslage nahezu unmöglich, in Richtung Wien auf die B 8 einzubiegen. Als zweite Alternative müssen die Anrainer bis zur Friedhofstraße fahren und einen Umweg von 500 Metern durch verbautes Wohngebiet in Kauf nehmen.

„Ich sehe überhaupt keinen Sinn in dieser Maßnahme“

In der Friedhofstraße wurde eine neue Ampel errichtet und die Straße ist nun in beiden Richtungen befahrbar. Einer der Anrainer bringt es auf den Punkt: „Ich sehe in dieser Maßnahme überhaupt keinen Sinn. Vor allem wenn ich zum Bahnhof fahren will, muss ich jetzt an Schulen und Kindergärten vorbeifahren. Ob dies der Verkehrssicherheit dienlich ist, bezweifle ich.“

Noch dazu soll laut den Anrainern ein neuer Wohnblock mit 22 Wohneinheiten in der Theodor-Körner-Gasse gegenüber der Smolagasse entstehen. „Die Zu- und Abfahrt des Baustellenverkehrs wird sicher zu Problemen führen“, befürchtet eine Bewohnerin des Grätzls.

Oliver Stoffle und Alfred Walisch, zwei von 200 bis 300 Betroffenen wollen eine Rückgestaltung bewirken und sich bei der Landesregierung beschweren. Walisch ist deshalb am Sammeln von Unterschriften und bis Redaktionsschluss haben bereits 70 Anrainer sein Anliegen unterzeichnet.

VP-Verkehrsstadtrat Ing. Franz Dietrich versteht die Aufregung nicht. Er erklärt gegenüber der NÖN: „Die Planung ging über die Landesregierung. Der Grund dafür war, dass man den Frühverkehr in Fahrtrichtung Wien, wo es zu den Spitzenzeiten zu erheblichen Stauungen kommt, entlasten wollte. Die Ampel in der Theodor-Körner-Gasse war eine Anlage mit drei Freiphasen. Durch die Wegnahme einer Phase ist eine Verkehrsbeschleunigung wahrscheinlich.“

Dietrich weiter: „Dass es dabei für die betroffenen Anrainer zu Verschlechterungen kam, ist klar. Bis jetzt gibt es aufgrund der Weihnachtsferien noch keine Erfahrungswerte. Wir behalten die Situation auf jeden Fall im Auge.“

  1. Sehr geehrtes wir team!

    Wie Sie untenstehenden Beiträgen entnehmen können entspricht die Behauptung von Verkehrsstadtrat Ing. Dietrich, dies sei eine Anordnung der N.Ö. Landesregierung nicht der Wahrheit.

    Hier meine Anfrage an die N.Ö. Landesregierung.

    Sehr geehrtes Verkehrsberatungsteam!

    Ich bin Bewohner des Siedlungsgebietes rechts der Hauptstraße in Deutsch-Wagram (von Wien kommend) und möchte hiermit meinen Ärger bzw. Unverständnis über die Verkehrsplanung der Gemeinde zum Ausdruck bringen.

    1.Die Deinstallation der Ampelanlage für Autofahrer Ecke Hauptstraße/Theodor Körnerstraße.
    Diese Ampel ermöglichte es den Anrainer der Siedlung gefahrlos die Hautstraße zu queren bzw. sich in den Verkehr einzuordnen. Diese Ampel wurde erst im letzten Sommer mit großem Aufwand (Aufgrabungen) und hohen Kosten installiert.

    Das nenne ich einen Schildbürgerstreich und eine gut durchdachte Verkehrsplanung!!!!!!!!

    Auf der Seite des Gemeindeamtes wurde die Ampel beibehalten – wahrscheinlich um den Bürgermeister und seinen Parteifreunden ein gefahrloses Einfahren in die Hauptstraße zu ermöglichen – hier wird doch mit zweierlei Maß gemessen!!

    Auf Anfrage beim Bürgermeister bekam ich folgende Auskunft:

    Dies geschah im Auftrag der N.Ö. Landesregierung um den Durchzugsverkehr auf der Hauptstraße zu beschleunigen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß die N.Ö. Landesregierung für solche Aktionen Steuergeld verschwendet!!!!

    Ich möchte dazu bemerken, daß die Grünphase der Ampel Theodor Körnerstraße lediglich 10 (zehn) Sekunden betrug.

    Auf die Bewohner der Gemeinde wird wohl keine Rücksicht genommen! Sollte die Gemeinde nicht angenehme Bedingungen für die Einwohner schaffen und nicht die Raserei auf der Hauptstraße fördern?!

    2.Die ersten 30 m der Theodor Körnerstraße(von der Hauptstraße kommend) wird seit 23.12.10 als Einbahn geführt.
    Dies ergibt überhaupt keinen Sinn, da jetzt die Autofahrer gezwungen werden über die Roseggergasse auszuweichen. Diese Straße wird als Gegenverkehrsstraße geführt, besitzt aber nur eine Breite von 390 cm. Es ist mehr ein Weg, als eine Straße. LKW haben hier überhaupt keine Chance.

    Des Weiteren entsteht in Kürze in der Theodor Körnerstaße (gegenüber Smolagasse) ein weiteres Wohnhaus mit 22 Wohnungen. Baustellenverkehr wohin?

    Wo werden diese zukünftigen Bewohner parken bzw. wie kommen diese aus der Siedlung wieder raus? Der einfachste, beste und kürzeste Weg wird leider von unseren sogenannten Verkehrsexperten abgelehnt (Aufhebung der Einbahn).

    3.Die Friedhofstraße (Ampel), früher Einbahn von der Hauptstraße kommend, ist nun als Ausweichstraße vorgesehen.
    Daß diese Straße nun in beiden Richtungen zu befahren ist, gefällt uns Anrainern.
    Diese Straße ist jedoch von der Theodor Körnerstraße ca. 500 Meter entfernt und teilweise ebenfalls nur mit einem Fahrstreifen ausgestattet (da Schrägparkplätze).

    Wenn wir Deutsch-Wagram Richtung Wien verlassen wollen, müssen wir zuerst in die Ortschaft rein um auf die Hauptstraßen zu gelangen – ich würde dies nicht Verkehrsberuhigung nennen!!

    Die Anrainer dieser Siedlung sind ohnehin schon gestraft genug, befindet sich doch das Volkshaus (Veranstaltungszentrum der Gemeinde) in der Arndtstraße.

    Bei jeder Veranstaltung (Bälle, Theateraufführungen, Feiern, Ausstellungen etc.) braust der Verkehr zuerst über die Arndtsraße und jetzt retour über die Heinrich Collinstraße. Denn nur bei der Ampelanlage in der Friedhofstraße ist es ab jetzt möglich gefahrlos die Hauptstraße zu queren bzw. in diese einzubiegen.

    Zu Bedenken gebe ich auch noch, das sich in der Heinrich Collinstraße/Leipziger Platz ein Kinderspielplatz befindet – Gefährdung der Kinder, da stärkeres Verkehrsaufkommen.

    Die Bewohner der Siedlung bitten Sie uns bei der Durchsetzung folgender Forderungen zu unterstützen.

    Wir wünschen die Wiederherstellung der Ampelanlage und die Aufhebung der Einbahnregelung.

    Ferner sollten bei zukünftigen Neuplanungen und Verkehrsänderungen die Betroffenen mit einbezogen und informiert werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Alfred Walisch

    Hier die Antwort der N.Ö. Landesregierung.

    Sehr geehrter Herr Walisch!

    Sie haben sich mit den Verkehrsproblemen (3 Punkte) an uns, die Verkehrsberatung im Amt der NÖ Landesregierung gewendet. Unsere Aufgabe ist es die Gemeinden hinsichtlich ihren im eigenen Wirkungsbereich liegenden Maßnahmen und Entscheidungen zu beraten. Die von Ihnen geschilderten Probleme betreffen aber den Kompetenzbereich der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf. Von dieser wurde lt. Herrn Stadtamtsdirektor Mag. Lawugger gemeinsam mit dem Amtssachverständigen für Verkehr und dem Stadtrat für Verkehr diese Lösung ausgearbeitet um den Verkehr auf der B8 mit ca. 30.000 Fahrzeugen pro Tag (!) zu beschleunigen. Vorteile für viele Personen ergeben Nachteile für einige andere. Die Sache wird (lt. Zeitungsartikel, den Sie mir sendeten) beobachtet. Für genauere Auskünfte nehmen Sie bitte mit der BH Gänserndorf Kontakt auf. Ich hoffe damit etwas gedient zu haben.

    ———————————

    Mit freundlichem Gruße

    NÖ-Landesregierung i. A.-
    Ing. Christian Hofecker

    Amt der NÖ Landesregierung,
    Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7),
    NÖ Verkehrsberatung für Gemeinden, NÖ Verkehrssicherheitsfonds,
    Kernteammitglied NÖ Klimaprogramm

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