Raumordnung

ÖEK 2: Ein Subzentrum am Helmahof?

Ein eminentes Problem der 3. Siedlung am Helmahof ist fehlende Infrastruktur. Abgesehen von einem Spielplatz ist nicht viel los. Auch der Lebensmittelhändler an der Bockfließerstraße kann nicht fußläufig erreicht werden. Für alles andere braucht man ein Auto.

Die Planer des Örtlichen Entwicklungskonzeptes (ÖEK) kamen daher auf die reizende Idee unter Vernachlässigung wirtschaftlicher Überlegungen ein „Sub-„zentrum in den Plan einzuzeichnen. Dieses Subzentrum soll eine höhere Bebauungsdichte legitimieren. Es soll einen Friseur, einen Kindergarten und eine Dependance der Pfarre beherbergen. Die Ansiedlung eines Lebensmittelhändlers soll angestrebt werden. Und das war es auch schon. Soweit zum Reich der Phantasie.

Bei derartigen Überlegungen muß man sich ernsthaft die Frage stellen, was das soll!?

  1. Es wird unmöglich sein einen Lebensmittelhändler für den Standort Nestroygasse zu finden. Die Frequenz ist schlichtweg zu gering. In fußläufiger Entfernung liegen lauter Einfamilienwohnhäuser und damit ein Einzugsgebiet von 300 – 500 Einwohnern. Wenn man sich ins Auto setzt, dann ist es zum Merkur/Hofer oder zum Spar „gleich weit“. Anders sieht die Sache für einen Standort jenseits der Bahn an der B8 aus. Insbesondere bei Einmündung der Schnellstraßenabfahrt ist dieser Standort für einen Lebensmitteleinzelhändler sehr interessant, doch dazu später.
  2. Was bleibt also übrig? Die Bebauung einer Straße auf beiden Seiten ist insbesondere in Zeiten knapper Budgets vernünftig. Jedoch nicht wenn willkürlich Bebauungsdichte gemischt wird. Wir hatten diese Diskussion schon bei den Wohnblöcken in der Kleistgasse. Zonen mit dichterer Bebauung soll es geben, jedoch nicht mitten im Einfamilienhauswohngebiet.
  3. Die Ansiedlung eines Kindergartens ist mehr als fraglich, hat Bgm, Quirgst doch unlängst den provisorischen Kindergarten am Hagerfeld mangels Bedarfs abreissen lassen.
  4. Die Pfarre mit sinkenden Mitgliederzahlen wird wohl auch kaum eine Dependance errichten.
  5. Es bleibt also der Friseur. Und dafür das ganze Trara?

Wie viele Zentren verträgt Wagram und was ist ein Zentrum überhaupt?  Mit dieser Frage befassen !wir uns in der nächsten Ausgabe.

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